Im Produkt-Fenster der Warenwirtschaft gibt es den Reiter „OnlineShop". Dort pflegen Sie die Texte, die Ihre Kunden später im Shop sehen — getrennt von den internen Angaben, mit denen Sie im Salon arbeiten. Alle Felder sind freiwillig: Was Sie leer lassen, bleibt einfach leer.
Warum getrennte Felder?
Ihr interner Produktname darf ruhig sperrig sein („L'OR SE CURL EXPR COND 200ML") — damit finden Sie den Artikel schnell beim Bestellen. Im Shop möchte die Kundin aber „Curl Expression Feuchtigkeits-Conditioner" lesen. Deshalb gibt es beide Namen nebeneinander: Der interne Name bleibt unangetastet, der Shop nutzt den Kundennamen.
Die drei Felder
Produktname für Kunden
Der Name, unter dem der Artikel im Shop erscheint. Lassen Sie das Feld leer, zeigt der Shop automatisch den internen Produktnamen — Sie müssen also nur dort etwas eintragen, wo der interne Name für Kunden ungeeignet ist.
Kurzbeschreibung
Ein bis zwei Sätze, die das Produkt auf den Punkt bringen — das ist der Text, der in Produktlisten und Vorschaukacheln steht. Unter dem Feld läuft ein Zeichenzähler mit: Empfehlung sind 150 Zeichen, spätestens bei 300 Zeichen ist Schluss. Wird die Empfehlung überschritten, färbt sich der Zähler orange — das ist nur ein Hinweis, kein Fehler.
Ausführliche Beschreibung
Der lange Text auf der Produktseite: Anwendung, Wirkung, Inhaltsstoffe. Absätze trennen Sie einfach mit einer Leerzeile. Hier ist reiner Text vorgesehen — HTML-Auszeichnungen werden beim Speichern automatisch entfernt.
Jeder Verkaufsartikel braucht ein Bild
Ohne Bild lässt sich ein Artikel im Shop nicht sinnvoll darstellen. Ist ein Artikel als Verkaufsartikel (Typ „V") markiert und hat noch kein Bild, erscheint im Reiter „OnlineShop" ein roter Hinweis. Gepflegt werden Bilder wie gewohnt im Reiter „Grunddaten" unter „Produktbilder" — entweder als Bild-Adresse (Link) oder als hochgeladenes Foto. Wichtig ist, dass die Adresse öffentlich erreichbar ist, der Shop muss das Bild ja laden können.
Viele Artikel auf einmal pflegen (Excel-Import)
Für hunderte Artikel wäre Einzelpflege mühsam. Deshalb versteht der Katalog-Import (Warenwirtschaft → Import) die Shop-Angaben ebenfalls. Sie laden einfach eine Excel- oder CSV-Datei hoch, in der neben EAN und Artikelnummer auch die Shop-Spalten stehen.
Spalten zuordnen — Sie haben das letzte Wort
Nach dem Hochladen erscheint der Schritt „Spalten zuordnen & Abgleich". Dort ist alles bereits automatisch vorbelegt — Sie müssen nur eingreifen, wenn etwas nicht passt. Drei Dinge lassen sich einstellen:
1. Woran Ihre Artikel wiedererkannt werden. Standard ist „Automatisch": Passen EAN und Artikelnummer zusammen, wird das genommen; sonst entscheidet die EAN allein; fehlt sie, die Artikelnummer. Sie können stattdessen „Nur die EAN" wählen (wenn Ihre Datei eigene Nummern führt) oder „Nur die Artikelnummer" (wenn die Nummern identisch mit Ihren sind).
2. Welche Spalte in welches Feld wandert. Zu jedem Feld gibt es eine Auswahlliste mit allen Spalten Ihrer Datei — samt Beispielwert aus den ersten Zeilen, damit Sie sofort sehen, ob die richtige Spalte gewählt ist. „— nicht zugeordnet —" lässt ein Feld bewusst weg.
3. Wie mit vorhandenen Werten umgegangen wird. Je Feld wählen Sie:
- Überschreiben — der Wert aus der Datei ersetzt den bisherigen (Standard)
- Nur wenn leer — füllt nur Lücken, Gepflegtes bleibt unangetastet
- Nicht importieren — das Feld wird gar nicht angefasst
Typischer Fall: Bei einer reinen Shop-Textdatei stellen Sie Produktname, EK-Preis und VK auf „Nicht importieren" — dann kommen garantiert nur die Shop-Texte an und Ihre Preise bleiben, wie sie sind.
Diese Spaltenüberschriften werden automatisch erkannt
| Feld | Mögliche Überschriften |
|---|---|
| Pflicht: Zuordnung | Artikelnummer — und die EAN, die auch SKU oder GTIN heißen darf |
| Produktname für Kunden | Produktname, B2C, Shopname, Kundenname, Webshop, Titel |
| Kurzbeschreibung | Meta-Description, Kurzbeschreibung, Kurztext, Teaser |
| Ausführliche Beschreibung | SEO-Beschreibung, Langbeschreibung, Langtext, Beschreibung |
| Bilder | werden am Inhalt erkannt — keine bestimmte Überschrift nötig (Web-Adressen und Dateinamen getrennt) |
Wenn die Datei eigene Artikelnummern führt
Shop- und Bilder-Listen nummerieren Artikel oft nach eigenem System (etwa „DE" + EAN). Diese Nummern gibt es in Ihrer Warenwirtschaft gar nicht — trotzdem sollen die Texte natürlich bei Ihren Artikeln landen. Deshalb entscheidet in diesem Fall die EAN allein: Gehört sie zu genau einem Artikel, wird dieser ergänzt. Ihre Artikelnummer bleibt dabei unverändert — die Nummer aus der Datei wird nicht übernommen.
Haben ausnahmsweise mehrere Artikel dieselbe EAN (Dubletten), wird die Zeile zur Sicherheit übersprungen und als Konflikt protokolliert. Räumen Sie solche Fälle mit der Dubletten-Suche in der Produktliste auf.
Sets und Bundles ohne EAN: Manche Zeilen haben gar keine EAN — dann genügt die Artikelnummer, um einen vorhandenen Artikel zu ergänzen. Neu anlegen lässt sich damit nichts.
Schutz vor versehentlichen Dubletten
Unter den Zählerkarten finden Sie das Häkchen „Keine neuen Artikel anlegen — nur vorhandene ergänzen". Bei Shop-Texten und Bilder-Listen sollten Sie es setzen: Zeilen ohne Treffer im Bestand werden dann übersprungen und im Protokoll vermerkt, statt einen neuen Artikel anzulegen.
Zeigt die Vorschau, dass alle Zeilen neu angelegt würden, erscheint zusätzlich eine rote Warnung. Das ist fast immer ein Zeichen dafür, dass die Zuordnung nicht geklappt hat — prüfen Sie dann, ob EAN-Spalte und Artikelnummer stimmen, statt einfach zu importieren.
Die Bild-Spalten brauchen keine bestimmte Überschrift: Der Import schaut
sich die Werte an. Alles, was mit https:// beginnt und auf eine Bilddatei
endet, wird übernommen — in der Reihenfolge der Spalten, das erste Bild wird das
Hauptbild. Links auf Produktseiten (die auf .html enden) und reine
Dateinamen ohne Web-Adresse werden dabei bewusst übersprungen: Ein
Dateiname wie DE5060150185113_conditioner_1.jpg nützt dem Shop nichts,
weil er die Datei nirgends abrufen kann.
Umlaute: Händler-Dateien liefern Texte oft in einer technischen Schreibweise („Conditioner für feines Haar"). Das wird beim Import automatisch in lesbaren Text umgewandelt („Conditioner für feines Haar") — Sie müssen nichts vorbereiten.
Was der Import mit vorhandenen Artikeln macht
Es gilt dieselbe Regel wie immer: Passen EAN und Artikelnummer zu einem vorhandenen Artikel, wird dieser ergänzt. Dabei werden nur Felder überschrieben, die in Ihrer Datei auch wirklich gefüllt sind — leere Zellen lassen den bisherigen Wert unangetastet. Preise, Lagerbestände und alles andere bleiben unberührt.
Neu ist: Eine reine Shop-Datei braucht keinen internen Produktnamen mehr. Nur wenn ein Artikel noch gar nicht existiert und deshalb neu angelegt werden müsste, ist der Name Pflicht — solche Zeilen werden sonst mit einem Hinweis im Protokoll übersprungen.
In der Vorschau vor dem Import sehen Sie einen grünen Kasten, der auflistet, welche Shop-Angaben erkannt wurden und bei wie vielen Artikeln — zum Beispiel „Kurzbeschreibung (128) · Bild-Adressen (512 bei 128 Artikeln)". Erscheint der Kasten nicht, wurden die Spalten nicht erkannt: Benennen Sie die Überschriften dann wie in der Tabelle oben.
Produktbilder: eigene Bilder oder Händler-Links
Für die Bilder haben Sie zwei Wege — und Sie können beide mischen. Enthält Ihre Tabelle Spalten mit Bild-Dateinamen, erscheint im Import ein zusätzlicher Schritt „Produktbilder hochladen".
Weg 1: Bilder selbst hochladen (empfohlen)
Laden Sie dort die ZIP-Archive des Händlers hoch — mehrere auf einmal sind möglich, und Unterordner in den Archiven stören nicht. Die Bilder landen auf Ihrem eigenen Server und werden über den Dateinamen automatisch dem richtigen Artikel zugeordnet.
Vorteil: Die Bilder gehören Ihnen. Ändert der Händler etwas an seiner Website, bleiben Ihre Shop-Bilder unverändert.
Weg 2: Bild-Adressen des Händlers nutzen
Überspringen Sie den Schritt einfach. Dann werden die Web-Adressen aus der Tabelle eingetragen — sofort einsatzbereit, ohne Speicherplatz zu belegen.
Nachteil: Die Bilder liegen weiterhin beim Händler. Verschwinden sie dort, fehlen sie auch in Ihrem Shop.
Der gemischte Weg
Sie müssen sich nicht entscheiden. Für jedes einzelne Bild gilt: Liegt es bereits als eigene Datei vor, wird es genommen — sonst der Händler-Link. Sie können also heute ein Archiv hochladen, importieren, morgen das nächste hochladen und erneut importieren. Mit jedem Durchlauf werden mehr Bilder auf eigene umgestellt.
Zwei Zählerkarten zeigen vor dem Import, wie viele Bilder aus eigenem Bestand und wie viele als Händler-Link eingetragen würden.
Technische Grenzen: erlaubt sind JPG, PNG, WebP und GIF bis 8 MB je Bild. Andere Dateien im Archiv werden stillschweigend übergangen. Der Upload prüft jede Datei auf ihren tatsächlichen Inhalt — eine umbenannte Nicht-Bilddatei kommt nicht durch.