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Preise in Masse ändern (Aufschlag, Gewinn, Streichpreis)

Preise für zwanzig Artikel einzeln zu tippen dauert lang und geht schief. In der Massenbearbeitung sagen Sie stattdessen die Regel — zum Beispiel „Einkaufspreis plus 5 € Gewinn" oder „Streichpreis so, dass der Kunde 20 % Ersparnis sieht". Die Warenwirtschaft rechnet jeden Preis einzeln aus und zeigt das Ergebnis vor dem Speichern an.

So kommen Sie hin

1

Warenwirtschaft → Produkte. Grenzen Sie die Liste ein, bis nur noch die gewünschten Artikel übrig sind — über die Suche, den Lieferanten, die Marke oder die Filter (z. B. „Nur freigegebene" Shop-Artikel).

2

Artikel anhaken. Mit dem Häkchen in der Kopfzeile markieren Sie alle gefilterten Artikel auf einmal. Unten erscheint die Leiste mit der Anzahl.

3

„Massenbearbeitung" anklicken und oben auf den Reiter „Preise rechnen" wechseln.

Netto oder brutto — einmal richtig verstanden

Einkaufs- und Verkaufspreis sind in der Warenwirtschaft Netto-Preise (ohne Mehrwertsteuer). Der Streichpreis / UVP ist dagegen brutto — so gibt ihn der Hersteller heraus, und so sieht ihn Ihre Kundin. Beim Rechnen berücksichtigt die Maske das automatisch: Für die Ersparnis vergleicht sie den Streichpreis mit dem Brutto-Verkaufspreis.

Die Regeln für den Verkaufspreis

Regel Wofür sie gedacht ist
EK + … € Gewinn „Ich möchte an jedem Artikel 5 € verdienen." Die Maske rechnet je Artikel: Einkaufspreis + 5 €. Bei einem Artikel mit 6,75 € Einkauf ergibt das 11,75 €.
EK + … % Aufschlag Der klassische Kalkulationsaufschlag. 100 % bedeutet: doppelter Einkaufspreis.
VK um … % ändern Preiserhöhung oder -senkung auf die bestehenden Preise. Ein Minus davor senkt: −10 bedeutet 10 % günstiger.
VK um … € ändern Fester Betrag drauf oder runter.
VK = UVP minus … % Sie wollen konsequent unter dem UVP bleiben: Der Preis wird aus dem gepflegten Streichpreis abgeleitet.
VK auf … € setzen Alle markierten Artikel bekommen denselben Preis — sinnvoll bei gleichartiger Ware.

Die Regeln für den Streichpreis

Regel Wofür sie gedacht ist
… % Ersparnis Das ist meist die gewünschte Regel: Der Streichpreis wird so gesetzt, dass im Shop genau dieser Nachlass steht — bei 20 % also „−20 %".
Shop-Preis + … % Der Streichpreis liegt einen festen Prozentsatz über Ihrem Preis. Achtung: 20 % Aufschlag ergeben nur etwa 17 % angezeigte Ersparnis.
Streichpreis um … % ändern Passt bestehende Streichpreise an, z. B. nach einer Herstellerpreis-Erhöhung.
Auf … € setzen Einheitlicher UVP für alle markierten Artikel.
Streichpreis entfernen Nach dem Ende einer Aktion: Der durchgestrichene Preis verschwindet im Shop.

Sie können Einkaufspreis, Verkaufspreis und Streichpreis in einem Durchgang setzen. Die Maske rechnet in dieser Reihenfolge: erst der Einkaufspreis, dann der Verkaufspreis (kann auf dem neuen Einkaufspreis aufbauen), dann der Streichpreis (baut auf dem neuen Verkaufspreis auf). „EK + 5 € Gewinn" und gleichzeitig „20 % Ersparnis" passt also zusammen.

Runden

Ein gerechneter Preis endet selten schön. Über „Ergebnis runden" wählen Sie: auf den Cent (nicht runden), auf 5 oder 10 Cent, auf …,50 / …,00, auf ganze Euro — oder immer auf …,95 bzw. …,99.

Die beiden Endungen runden bewusst immer nach oben: Aus 12,34 € wird 12,95 €, nicht 11,95 €. Abrunden wäre zwar näher dran, würde aber bei jedem Artikel Marge verschenken.

Die Vorschau ist das Wichtigste

Unter den Regeln steht eine Tabelle mit alt → neu für jeden Artikel: Einkaufspreis, Verkaufspreis, Streichpreis und die Ersparnis, die der Shop anzeigen wird. Die Überschrift nennt die Zahl: „Vorschau — 17 von 20 Artikeln werden geändert".

Diese Werte sind exakt die, die gespeichert werden — es wird nichts nachträglich anders gerechnet. Lesen Sie zwei, drei Zeilen gegen, bevor Sie speichern.

Warum werden manche Artikel übersprungen?

Eine gelbe Zeile über der Tabelle nennt den Grund und die Anzahl, zum Beispiel „12 × kein EK-Preis vorhanden". Eine Regel, die auf dem Einkaufspreis aufbaut, kann bei einem Artikel ohne Einkaufspreis nicht rechnen — dieser Artikel bleibt dann unverändert. Nichts wird geraten und nichts auf 0 gesetzt.

Vorsicht bei gemischten Auswahlen

„EK + 5 € Gewinn" auf eine Auswahl mit Shampoo (6,75 € Einkauf) und einem Föhn (89 € Einkauf) angewendet ergibt 11,75 € und 94 € — richtig gerechnet, aber vielleicht nicht gewollt. Die Vorschau zeigt es; im Zweifel in zwei Durchgängen arbeiten.

Was noch in der Massenbearbeitung steckt

Neben den Preisen hat das Fenster zwei weitere Reiter:

  • Stammdaten — Lieferant, Marke, Kategorie, Einheit, Typ, Mindestbestand und „Pro Gramm verkaufen". Nur angehakte Felder werden geändert.
  • Online-Shop — Artikel zum Shop hinzufügen oder daraus entfernen (Shop-Freigabe), sowie die drei aufklappbaren Abschnitte Anwendung, Inhaltsstoffe und Warnhinweise. Die sind innerhalb einer Produktfamilie oft identisch — etwa die Warnhinweise aller Sprays. Mit dem Häkchen „Nur leere Felder füllen" bleiben schon gepflegte Texte unangetastet.

Kundenname, Kurz- und Langbeschreibung sind bewusst nicht in der Massenbearbeitung: Die sind je Artikel verschieden. Dafür gibt es das Produkt-Fenster oder den Excel-Import.

Nachvollziehbar und korrigierbar

Jede Preisänderung landet in der Artikel-Historie (Produkt öffnen → Reiter „Historie") mit alt → neu, Datum, Person und der verwendeten Regel im Klartext. Damit sehen Sie später, warum ein Preis so ist — und können ihn gezielt zurückstellen.

Es gibt bewusst keinen „Preisaktion rückgängig"-Knopf: Preise werden zwischendurch auch einzeln gepflegt, ein pauschales Zurückdrehen würde diese Arbeit überschreiben. Die Historie zeigt jeden alten Wert — und eine zweite Preisaktion mit der Gegenregel ist meist der schnellere Weg.

← Zur Übersicht Zuletzt aktualisiert: 25.07.2026