Wer hat wann welchen Katalog importiert – und was genau hat sich dabei an einem Artikel geändert? Beides lässt sich jetzt lückenlos nachlesen: im Protokoll des Katalog-Imports (je Import-Lauf) und in der Historie jedes einzelnen Produkts (jede Änderung, egal ob per Import oder von Hand).
Das Import-Protokoll
Protokoll öffnen
Gehen Sie zu Warenwirtschaft → Produkte → Katalog Import und wechseln Sie oben auf den Reiter Protokoll. Direkt nach einem Import führt Sie auch der Knopf Protokoll ansehen in der Ergebnis-Übersicht dorthin.
Import-Lauf finden
Jeder Import ist ein eigener Eintrag mit Dateiname und Dateityp (CSV oder XLSX), Datum und Uhrzeit, der Person, die importiert hat, dem Lieferanten sowie den Ergebnis-Zählern: Zeilen gesamt, neu, aktualisiert, unverändert, übersprungen, Konflikte und Fehler.
Einzelheiten aufklappen
Tippen Sie auf einen Eintrag, um ihn aufzuklappen. Sie sehen dann jede protokollierte Zeile des Laufs: die Aktion (Neu angelegt, Aktualisiert, Konflikt oder Übersprungen), Produktname, EAN und Artikelnummer – und bei Aktualisierungen jedes geänderte Feld mit altem → neuem Wert. Bei Konflikten und übersprungenen Zeilen steht der Grund als Notiz dabei.
Warum fehlen manche Zeilen?
Zeilen, die sich beim Import als unverändert herausgestellt haben, werden nicht einzeln protokolliert – sonst würde jeder große Katalog-Import das Protokoll mit hunderten „nichts passiert"-Einträgen füllen. Sie zählen aber im Zähler „unverändert" des Laufs mit. Bei sehr großen Läufen wird die Einzelliste außerdem gekürzt angezeigt.
Die Historie eines Artikels
Die Historie zeigt alle Änderungen an einem Artikel als Zeitleiste – aus Katalog-Importen genauso wie von Hand gemachte Änderungen.
Produkt öffnen
Öffnen Sie unter Warenwirtschaft → Produkte den Artikel über das Stift-Symbol (bzw. am Handy über die Produkt-Karte).
Reiter „Historie" wählen
Im Bearbeiten-Fenster finden Sie neben Grunddaten, Mehr, Seriennummern und Lagerbestand den Reiter Historie (nur bei bereits gespeicherten Artikeln).
Zeitleiste lesen
Jeder Eintrag zeigt: die Aktion (Neu angelegt, Aktualisiert, Import-Konflikt, Übersprungen), Datum und Uhrzeit, die Person (bzw. „System/Import") und bei Änderungen jedes Feld mit altem → neuem Wert. Kam die Änderung aus einem Katalog-Import, ist der Eintrag mit „Import" markiert und nennt den Dateinamen der Import-Datei.
Wofür ist das gut?
Wenn ein Preis „plötzlich anders" ist, sehen Sie sofort: Wurde er durch den letzten Händler-Katalog aktualisiert oder hat ihn jemand von Hand geändert – und was war der Wert vorher? So lassen sich Preisänderungen und Stammdaten-Korrekturen jederzeit belegen.
Nichts geht verloren
Protokoll und Historie werden automatisch geführt – Sie müssen nichts einschalten. Auch ältere Änderungen bleiben erhalten; angezeigt werden die jeweils neuesten Einträge zuerst.
Einen Import zurücknehmen
Falsche Datei erwischt oder Spalten verrutscht? Jeder Lauf im Protokoll hat einen Knopf „Import zurücknehmen". Bevor etwas passiert, zeigt ein Fenster genau, was die Rücknahme bewirken würde — erst nach Ihrer Bestätigung wird sie ausgeführt.
Was zurückgenommen wird
- Aktualisierte Artikel erhalten in den geänderten Feldern wieder ihren vorherigen Wert. Möglich ist das, weil im Protokoll zu jeder Änderung der alte und der neue Wert steht.
- Neu angelegte Artikel werden gelöscht — sofern das gefahrlos ist (siehe unten).
Was NICHT angetastet wird
Felder, die Sie nach dem Import geändert haben, bleiben wie sie sind. Die Rücknahme prüft Feld für Feld, ob der aktuelle Wert noch genau der ist, den der Import geschrieben hat. Steht dort inzwischen etwas anderes, hat jemand später gepflegt — und das wird nicht überschrieben. Im Fenster steht, wie viele Felder deshalb ausgenommen werden.
Artikel, die schon in Kassenbons, Bestellungen, Wareneingängen, Abgängen oder Seriennummern vorkommen, werden niemals gelöscht. Kassendaten sind aufbewahrungspflichtig, und ein Löschen würde Bons ihre Produkt-Zuordnung nehmen. Solche Artikel bleiben im Stamm und werden im Fenster gesondert aufgeführt.
Artikel, auf die schon Ware gebucht wurde
Der kniffligste Fall: Ein Artikel wurde mit dem Import angelegt, und inzwischen liegt Bestand darauf. Hier fragt das Fenster nach, und Sie haben zwei Möglichkeiten:
- Artikel behalten (empfohlen) — Bestand und Bestands-Historie bleiben erhalten, der Artikel bleibt im Stamm. Er ist ja in Benutzung.
- Trotzdem löschen — dabei werden auch Bestand und komplette Bestands-Historie gelöscht. Das lässt sich nicht wiederherstellen.
Im Fenster sehen Sie Beispiele der betroffenen Artikel samt aktueller Menge, damit Sie die Entscheidung mit den echten Zahlen treffen.
Nach der Rücknahme trägt der Lauf im Protokoll den Hinweis „zurückgenommen" mit Datum, Person und einer kurzen Zusammenfassung. Ein Lauf lässt sich nur einmal zurücknehmen. Jede Löschung und jede Zurücksetzung landet zusätzlich in der Artikel-Historie — die Rücknahme selbst ist also genauso nachvollziehbar wie der Import.